Diese Selbsthilfegruppe hat sich 1987 gegründet!

Ab Januar 1987 trafen sich Diabetiker zum Erfahrungsaustausch. Das klappte ganz gut und sollte regelmäßig stattfinden. Die meisten der Diabetiker waren Mitglied im DDB (Deutschen Diabetiker Bund Landesverband Bayern e.V. - neuerdings Diabetiker Bund Bayern e.V.), also wurde das eine Gruppe des DBB.

Um den Bedingungen des DDB genüge zu tun, wurden Januar 1988 Wahlen durchgeführt. Gründungsmitglied Helmut Müller wurde zum Leiter der Gruppe gewählt. Frau Christl Hofmann ist auch Gründungsmitglied, sie ist heute noch in der Gruppe und seit 2005 stellvertretende Leiterin.

Helmut Müller, ein waschechter Berliner, hat die Gruppe all die Jahre geleitet. Er hat große Veranstaltungen in Erlangen aufgezogen. Diabetes in Erlangen hieß Helmut Müller. Leider war er sehr krank, nicht nur der Zucker machte ihm zu schaffen, die anderen Probleme waren größer.

Seit 1987, wie oben schon erwähnt, ist viel passiert. Zuerst waren die Treffen in Dreicedern (Das Haus der Gesundheit) bis dann später das Diabetes Depot unsere Gruppe aufnahm.

Nach 1996 veranstaltete Herr Müller 3 große Diabetikertage in Erlangen. Das erste noch in Dreicedern, beim Zweiten musste es schon die Stadthalle sein und dann bot sich Siemens UB Med an, Räume für den dritten Diabetikertag zur Verfügung zu stellen.

Diese Diabetikertage waren geprägt von Aktionen unterschiedlicher Firmen. Hier wurden neueste Messgeräte vorgestellt, an einem anderen Stand wurden Spritzutensilien angepriesen, in einer anderen Ecke veranstalte eine Apotheke ein Blutzuckermessen für Jedermann.

Natürlich waren auch hochrangige Ärzte anwesend, die Fachvorträge zum Besten gaben und damit das Wissen der Diabetiker und deren Gäste erweiterten.

Diese Diabetikertage waren immer geprägt von langer Vorbereitung, wurden dann aber immer ein Erfolg und machte Erlangen unter den Diabetikern bekannt.

Zwischen Diabetikertagen lagen dann monatliche Treffen, die einmal „nur“ Gespräche beinhaltete, dann wieder waren Fachleute mit entsprechenden Vorträgen anwesend. Damit nicht alles so streng ablief wurden auch Ausflüge eingestreut. Bad Windsheim z.B. war so ein Ziel. Auch der Besuch einer Eisdiele gehörte mit zur Entspannung.

2003 im November kam ein Berliner in die Gruppe, er spritzte erst seit ein paar Wochen und suchte Hilfe. Herr Müller begrüßte ihn und als er den Berliner in dem Besucher erkannte, bot er ihm sofort das Du an. Das war der Beginn einer Freundschaft. Schon im Dezember 2003 bei der Weihnachtsfeier, bat Herr Müller um Hilfe, er schaffte die Arbeit nicht mehr. Sein Blick ruhte auf dem "neuen" Berliner und er wählte ihn als Hilfe und Stütze aus. Der Berliner, Herbert Schmiedel, unser neuer Gruppenleiter, sagte zu, da alle Anwesenden ihn dazu drängten.

Diese Tradition von Helmut Müller wird von Herrn Schmiedel fortgesetzt, da Spaß auch mit zum Wohlbefinden beiträgt. Es wird überhaupt sehr viel gelacht in der Gruppe, auch wenn einem mal nicht zum Lachen ist. Das Leben geht weiter, also!? 

Mehr war über die Gruppe leider nicht zu finden, trotz aller Suche. 

 

nach oben

 

 

         Der Bürgermeister Lohwasser überreicht Herrn Helmut Müller die Medaille.Das ist die Medaille.

Am 17. August 2004 hat Herr Helmut Müller, langjähriger Leiter und Mitbegründer der Diabetiker Selbsthilfegruppe Erlangen, den „Bayerischen Verdienstorden für Soziales“ vom Bürgermeister Lohwasser im Erlanger Rathaus überreicht bekommen. Das ist der erste Orden seiner Art in Erlangen und es ist ein Novum, dass diese Auszeichnung in Erlangen erfolgte. Herr Professor Doktor H.-D. Janisch hatte sich für diese Ehrung stark eingesetzt, er hat sie auch beim Bayerischen Staat beantragt.

 


Herr Schmiedel übernahm die Geschäfte der Gruppe. Termine waren zu planen, Ärzte mussten überzeugt werden ohne Geld Wissen an uns zu vermitteln und so weiter. Er machte seine Arbeit gut, alle waren zufrieden. Der gesundheitliche Zustand von Herrn Müller verschlechterte sich, er wechselte zwischen Wohnung und Krankenhaus hin und her, die Gruppe konnte er gar nicht mehr besuchen.

Februar 2005 erfuhr er dann auf dem Krankenbett, dass dieser neue Berliner zum Gruppenleiter gewählt worden war und er freute sich darüber. Einmal konnten wir ihn mit Hilfe von Sanitätern von der Wohnung zum Treffen zu holen. Wir hatten "Kochen" auf dem Stundenplan und da wollte er nicht fehlen.

 Helmut Müller als Koch, bei seinem letzten Besuch der Gruppe.Helmut auf seiner Heimfahrt.

 

 

Am 18. August 2005 kam der schwarze Tag für die Gruppe, Helmut Müller verließ uns für immer.

 

Die Todesanzeige von seiner Frau Brigitte.

 

 

Wir denken immer an ihn und stellen die 20 Jahrfeier 2007 unter das Motto: Helmut Müller.

nach oben